Geplanter Teilabriss der Siedlung Heimgartenweg

Wir haben erfahren, das das Wohnungsbauunternehmen Nürnberg-Ost einen Teil der historischen Siedlung am Heimgartenweg und der Waldluststraße in Zabo aus den 1920er Jahren abreißen und die Grundstücke in höherer Verdichtung neu bebauen will. Die Stadtbild-Initiative Nürnberg spricht sich gegen den Abbruch der Häuser aus; das bis heute weitgehend erhaltene Ensemble der Siedlung würde dadurch schwer beschädigt und damit auch ein integraler Bestandteil der „Siedlungshochburg“ Zabo. Lesen Sie hier unsere Mitteilung an die Lokalpresse.

Hier zwei aktuelle Fotos der zum Abbruch anstehenden Häuserzeile Waldluststraße 111-121. Obwohl die Häuser in den letzten Jahrzehnten vom Eigentümer offenbar nur wenig instandgehalten wurden, zeigen sie anschaulich die hohe Qualität der Architektur im so genannten „Heimatstil“, wie man ihn in den 1920er Jahren schätzte (Fotos: © Boris Leuthold):

Pressespiegel: Siedlung Heimgartenweg

Claudine Stauber: Eine Gartenstadt, die längst Schaden genommen hat. Genossenschaftssiedlung am Heimgartenweg: Schlecht behandelt, teils vom Abriss bedroht — Sorgfalt könnte Quartier in Zabo retten. In: Nürnberger Nachrichten, 12. August 2018.

Sabine Ebinger: Es tut sich was in Zabo: Hier entsteht ein neues Wohnareal. In: Nürnberger Nachrichten, 12. Februar 2018.

Sabine Ebinger: Kommentar: Die Stadt muss besser hinschauen. In: Nürnberger Nachrichten, 22. Mai 2017.

Sabine Ebinger: Die Einheit der alten Siedlung ist in Gefahr. Fehlender Ensembleschutz in Zabo: Die ersten Häuser sind plattgemacht — Stadt lehnt Erhaltungssatzung ab. In: Nürnberger Nachrichten, 22. Mai 2017.

Sabine Ebinger: Abriss historischer Häuser: Verliert Zabo seine Identität? In: Nürnberger Zeitung, 16. April 2017.

Sabine Ebinger: Anwohner kritisieren Abriss von historischen Häusern. Vorstadtverein Zabo fordert Erhaltungssatzung für Siedlung am Heimgartenweg. In: Nürnberger Zeitung, 15. April 2017 [bisher nur in der Printausgabe].

Boris Leuthold/Sebastian Gulden: Wo die Cluberer einst heimisch waren. Die Reihenhäuser in Zabos Südwesten. In: Nürnberger Zeitung, 28. März 2017.

Sabine Ebinger: Heimgartenweg in Zabo: Sechs Häuser vor dem Abriss. In: Nürnberger Nachrichten, 26. März 2017.

Abschied von der Siedlung Schillingstraße VII

Das Zerstörungswerk geht der Vollendung entgegen: Die letzte Zeile an der Schillingstraße wird nun abgerissen, der Bagger beginnt mit dem Eckhaus zur Sperberstraße, welches erst von einigen Jahren energetisch saniert wurde. Wenn in wenigen Tagen die Siedlung verschwunden sein wird, ist zugleich eine der ältesten wbg-Siedlungen in Nürnberg vernichtet. Das, was nachkommt, wird als Wettbewerbsgewinner bereits mit Vorschusslorbeeren bedacht, aber ob es auch diesen identitätsstiftenden Charakter mitbringen wird, bleibt abzuwarten. Fotos: © Boris Leuthold.

Abschied von der Werderstraße 25 II

Mittlerweile steht nur noch das Erdgeschoss. Die letzten zu bergenden Spolien dürften die kunstvollen Fenstersimse des ersten Obergeschosses sein, die jetzt ausgebaut werden müssen. Es ist wirklich bedauerlich, dass selbst der Denkmalschutz kein Werkzeug zur Vermeidung dieses Zerstörungswerkes sein konnte. Passanten gehen entrüstet daran vorbei und fragen sich, warum man so etwas abreißen dürfe, während der Denkmalschutz an deren Objekten Zähne zeigt. Fotos: © Boris Leuthold

Abschied von der Werderstraße 25 I

Es ist eine dunkle Zeit für Nürnbergs historische Bauten. Nun reißt der Bauträger auch das Haus Werderstraße 25 im Rennweg ab. Bedenkt man, wie viele Baudenkmale Nürnberg im Zweiten Weltkrieg verloren hat, wie viele Schätze in den Jahrzehnten danach noch abgerissen oder verunstaltet wurden, fehlen einem die Worte, wie so etwas im Jahr 2017 noch passieren kann. Auch den Abbruch der Werderstraße 25 werden wir in Bildern begleiten, in der Hoffnung, dass sie eine Mahnung für die Zukunft sein werden. Fotos: © Boris Leuthold