Abschied von der Werderstraße 25 I

Es ist eine dunkle Zeit für Nürnbergs historische Bauten. Nun reißt der Bauträger auch das Haus Werderstraße 25 im Rennweg ab. Bedenkt man, wie viele Baudenkmale Nürnberg im Zweiten Weltkrieg verloren hat, wie viele Schätze in den Jahrzehnten danach noch abgerissen oder verunstaltet wurden, fehlen einem die Worte, wie so etwas im Jahr 2017 noch passieren kann. Auch den Abbruch der Werderstraße 25 werden wir in Bildern begleiten, in der Hoffnung, dass sie eine Mahnung für die Zukunft sein werden. Fotos: © Boris Leuthold

 

One thought on “Abschied von der Werderstraße 25 I

  • 24. Januar 2017 um 18:18
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    „Wie gehen wir mit unserer historischen Umgebung um?… Wir leben in einer Zeit, in der sehr viel sehr schnell hingestellt wird, was keinen Bestand hat. Es ist gesichtslose Architektur, bei der es nur darum geht, Geld herauszuziehen.
    Wir werden uns viel mehr mit dem Bestand auseinandersetzen müssen, mit der Optimierung alter Gebäude, auch unter dem Aspekt von Werthaltigkeit. Wir müssen das Grundbewusstsein stärken und vernetzt denken! Denkmäler sind Meister der Wandlung!“

    Das waren die Worte von Matthias Pfeil, Generalkonservator am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in einer TV-Reportage („Alpha-Forum“) vom 15.03.2016.

    Dem ist nicht mehr viel hinzuzufügen.
    Aber es gibt noch viel zu lernen, bewusst(er) zu werden und anders zu handeln.
    Wenn die Konsum- und Wegwerf-Mentalität, sowie das reine Rentabilitäts-Denken auch bei Häusern weiter um sich greift, verlieren nicht nur Städte langsam, aber schleichend ihre Seele…

    „Gebäude sollten uns auf höchste und klügste Weise Glück versprechen.“ (Alain de Botton in „Glück und Architektur“)
    Bauherren, Architekten, Bauträger, und andere „Entscheider“ sollten daran gemessen werden, was sie für das Glück der Menschen beitragen!

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